Ö1

Radiokolleg - Reizvoll, symbolträchtig und gefährdet - Das Wunder Busen

Der weiblichste Körperteil aus verschiedenen Perspektiven (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Klein, groß, rund, spitz, birnen- oder apfelförmig - der Busen, das sichtbarste Zeichen für Weiblichkeit, kennt viele Ausprägungen; und dieses hauptsächlich aus Fett- Binde- und Drüsengewebe bestehende Gebilde ist ein ganz besonderes Organ, das auch - wie kein anderes - für Selbst- und Fremdbewertungen herhalten muss. Von Anfang an stehen Brüste unter Beobachtung: Heranwachsende Mädchen verfolgen aufmerksam deren Entwicklung, von außen wird kommentiert und verglichen - eine höchst intime und private Angelegenheit ist damit von vornherein ein Fall öffentlichen Interesses. Eine Sonderstellung hat der Busen auch aus evolutionsbiologischer Sicht: Denn im Unterschied zu allen anderen Säugetieren sind die Brüste einer Frau auch dann prall, wenn sie nicht stillt. Erklärt wird das vor allem durch den aufrechten Gang des Menschen, der den vormals freien Blick auf das Hinterteil und damit auf das Geschlecht versperrte; daraufhin, so die Annahme, habe ein anderer Teil des weiblichen Körpers die "erotische Werbefunktion" übernommen - der Busen als eine Art "Frontal-Popo". Es gibt aber auch die Vermutung, die Brust sei deshalb so stark nach außen gewölbt, damit Säuglinge beim Trinken nicht ersticken. Dass der Busen sexuell derart aufgeladen ist, könnte - wie manche meinen - auch dem männlichen Blick der Wissenschaft geschuldet sein; zumal man mittlerweile weiß, dass dessen Faszinationskraft nicht überall auf der Welt gleich groß ist. So sind in vielen Kulturen, in denen Frauen ihre Brüste nicht verhüllen, diese keineswegs eine so große Quelle erotischer Phantasien wie in unseren Breiten. In seiner Doppelbedeutung - als Symbol der Weiblichkeit, der Erotik und Sexualität einerseits und der Mütterlichkeit und nährenden Fürsorge andererseits - erzeugt der Busen oft seelische Konflikte, Phantasien und Irritationen. Da er so eng mit dem Selbstverständnis einer Frau verbunden ist, werden Erkrankungen der Brust, wie der in westlichen Industrieländern weitverbreitete Brustkrebs, häufig sogar als Erkrankungen der ganzen Persönlichkeit wahrgenommen. Wie Brüste präsentiert werden und wie diese "idealerweise" auszusehen haben, ist wechselnden Moden unterworfen. Insofern ist die Brust ein "Modellierobjekt" des jeweiligen Zeitgeistes, von dem sich viele Frauen bis heute tyrannisieren lassen. Und immer wieder ist die weibliche Brust instrumentalisiert worden - politisch und vor allem kommerziell, um alles - vom Krieg bis zum Auto - zu vermarkten. Der Blick auf den Busen mag sich in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach gewandelt haben. Konstant geblieben ist jedenfalls die anhaltende Beschäftigung mit diesen symbolgeladenen weiblichen Rundungen.
Donnerstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

wildnisDer Traum von unberührter Natur Wildnis als Kulturgut Der Trend des Unberührten Die Geschichte der Umweltbewegung Auf die Straße für die Natur Das Kalenderblatt 13.12.1888 Heinrich Hertz" "Über Strahlen elektrischer Kraft" Von Hellmuth Nordwig Wildnis als Kulturgut - Der Trend des Unberührten Autor: Geseko von Lüpke / Regie: Irene Schuck Über die ganze menschliche Kulturgeschichte stand die Wildnis im Gegensatz zu Kultur und Zivilisation: Kultur war dort, wo die Wildnis überwunden war. Das Wilde galt als chaotisch, gefährlich, bedrohlich. Aufgabe des Menschen war es, die wilde und unvollkommene Natur zu verbessern und zu perfektionieren. Seit deutlich wurde, dass sich der Mensch mit der Aufgabe, die Schöpfung untertan zu machen, heillos überfordert hat, hat sich auch der Wildnisbegriff grundlegend verändert. "Wildnis" hat wieder Hochkonjunktur. Abenteurer und Überlebenskünstler gelten als moderne Helden; die Tourismusindustrie lockt erfolgreich in die "letzten Paradiese", die Erlebnispädagogik preist den Wert der Wildnis für schulisches Lernen, soziale Therapien und Managementkurse nutzen die Wildnis für Persönlichkeitsentwicklung. Naturschützer und Landschaftspfleger erheben die Wildnis zum Kulturgut. Statt den Menschen als einzigen Erschaffer und Bewahrer des "Guten, Reinen, Schönen" zu sehen und die Wildnis mit Chaos, Unordnung, Schrecken und Gewalt zu assoziieren, wird die Wildnis heute eher als ursprünglich, harmonisch, nachhaltig empfunden. Die Geschichte der Umweltbewegung - Auf die Straße für die Natur Autor und Regie: Martin Trauner Von der Atomkraft bis zum Waldsterben, vom badischen Wyhl bis zum brasilianischen Amazonas: So vielgestaltig wie die Themen und Orte der Umweltbewegung geben sich auch deren Protagonisten. Naturschützer, Studenten, Wissenschaftler, aber auch sogar Politiker. Und seit den 1970er Jahren schließen sie Bündnisse oder bekämpfen sich. Denn oft steht der Naturschutz dem Umweltschutz im Weg. Und doch streiten alle Beteiligten für ein gemeinsames Ziel: für den Erhalt ihrer Lebenswelt. Moderation: Redaktion: Nicole Ruchlak
Donnerstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

Great DepressionE wie Eigenkapital, F wie Finanzmarktaufsicht, G wie Great Depression, H wie Hypothek (4). Gestaltung: Marlene Nowotny und Juliane Nagiller *H wie Hypothek* Wer sich eine Eigentumswohnung kaufen möchte oder ein Haus bauen will, kann das üblicherweise nicht auf Anhieb finanzieren und braucht einen Kredit. Bei Immobilienkäufen wird dieses Darlehen meist mit einer Hypothek abgesichert: Können das Darlehen und die vereinbarten Zinsen nicht zurückgezahlt werden, fällt die Sicherheit an den Kreditgeber. Die Hypothek ist das Grundpfandrecht, das die Immobilienbesitzer dabei an die Bank oder einen anderen Geldgeber abgeben. Wörtlich übersetzt heißt das aus dem Griechischen stammende Wort "Hypothek" so viel wie "Unterlage". Und diese Unterlagen für Kredite werden auch als Finanzinstrumente gehandelt. Der Hypothekenmarkt war über viele Jahre attraktiv für Investorinnen und Investoren, weil Immobilienanlagen allgemein als sicher galten. Das änderte sich mit der großen Finanzkrise, die 2007 wegen fauler Immobilienkredite ihren Ausgang nahm. Sogenannte Subprime-Kredite wurden in den USA an Menschen vergeben, sie sich Hauseigentum eigentlich nicht leisten können. Aber weil die Zinsen in den ersten Jahren niedrig waren und erst dann langsam anstiegen, konnten mehr Leute in eigene Häuser investieren. Aus den Hypotheken machten die Banken komplizierte Derivate, die auf dem Finanzmarkt gehandelt und von den Ratingagenturen viel zu positiv bewertet wurden. Als die Immobilienpreise einbrachen, krachte das gesamt System zusammen und riss auch andere Märkte, wie den für Aktien oder Optionen in den Abgrund. Gestaltung: Marlene Nowotny Das ABC der Finanzwelt
Donnerstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wiener Opernhäuser mit Tradition

Volksoper WienZur Geschichte der Staats- und Volksoper (4). Gestaltung: Alexandra Faber Auf stolze 150 Jahre kann die Staatsoper zurückblicken, die Volksoper hingegen feiert ihr 120-Jahr-Jubiläum. Grund genug, um zurückzublicken: Und zwar auf die Entstehung der Häuser, ihre Glanzzeiten, aber auch die dunklen Kapitel wie etwa während des Nationalsozialismus. Berühmte Direktoren wie Gustav Mahler haben das "Haus am Ring" geprägt - seine Ansprüche an die Probenarbeit und an die szenische Umsetzung der Opern waren damals ungewöhnlich, heute ist diese Art der akribischen Arbeit selbstverständlich. Auch unbekanntere Direktoren sollen in der Sendung "vor den Vorhang" geholt werden - wie etwa Wilhelm Jahn oder Franz von Jauner. In der Volksoper erlebten Werke wie "Tosca" oder "Salome" ihre Erstaufführung, Alexander von Zemlinsky wirkte hier als Dirigent. War die Volksoper ursprünglich als Theater für Schauspielstücke erbaut worden, entwickelte sie sich später zum "ersten Haus" für die Operette. Immer wieder gibt es Berührungspunkte zwischen den Häusern, etwa, wenn Sängerinnen und Sänger von einem Haus zum anderen wechseln. Ein Streifzug durch die Wiener Operngeschichte von Alexandra Faber
Donnerstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

atemKreislauf und Atmung Der Kreislauf Was treibt uns an? Der Atem Rhythmus des Lebens Das Kalenderblatt 13.12.1888 Heinrich Hertz" "Über Strahlen elektrischer Kraft" Von Hellmuth Nordwig Der Kreislauf - Was treibt uns an? Autorin: Ingeborg Hain / Regie: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind seit Jahrzehnten die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Sie zählen zu den typischen Wohlstandsleiden - ausgelöst durch üppiges Essen, Übergewicht und zu wenig Bewegung. Das alles macht auf Dauer den Kreislauf träge, es behindert den Bluttransport im gesamten Körper. Aber warum ist das so? Wie funktioniert unser Kreislauf, der in Wirklichkeit aus mehreren Kreisläufen besteht, überhaupt? Unser Herz arbeitet ununterbrochen. An einem Tag schlägt es rund 100.000 Mal. Gefährlich wird es, wenn es außer Takt gerät. Oder wenn der Blutstrom in dem weitverzweigten Rohrleitungssystem von Adern und Venen behindert wird. Dann sind krankhafte Veränderungen am Werk - zum Beispiel ein Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. Das fein aufeinander abgestimmte Wunderwerk Herz-Kreislaufsystem funktioniert jahrzehntelang komplikationslos - vorausgesetzt es wird nicht durch äußere Umstände belastet. Dazu gehört Rauchen ebenso wie mangelnde Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Denn anhaltender Stress - vom Straßenlärm während des Schlafens bis hin zum täglichen Termindruck - belastet das Herz-Kreislaufsystem zusätzlich. Fakt ist: Ein gesundheitsbewusster Lebensstil reduziert das Erkrankungsrisiko allein am Herzen um die Hälfte. Der Atem - Rhythmus des Lebens Autorin: Bettina Weiz / Regie: Es ist so groß wie ein Fingernagel und sitzt im Innersten des Gehirns: das Atemzentrum. Von den unzähligen Zellen des Körpers bekommt es ständig Meldung, wieviel Energie sie gerade brauchen, das heißt: wieviel Sauerstoff. Dementsprechend befiehlt das Atemzentrum der Lunge, Luft zu holen. Ein Vorgang, über den kein Mensch nachzudenken braucht. Zum Glück. Am Ende würde er vielleicht vergessen zu atmen, und dann würde er sterben, denn der Atem ist der Rhythmus des Lebens. Ohne ihn geht nichts, vom ersten bis zum letzten Schnaufer. Doch für kurze Zeit kann man dem Atemzentrum leicht ein Schnippchen schlagen: Man kann absichtlich schneller oder langsamer atmen, mit dem Atem Musik machen oder ganz die Luft anhalten - mit direkten Auswirkungen auf Körper und Geist. Kein Wunder, dass der Atem in manchen Philosophien wie etwa der jahrtausendealten aus Indien auch als Seele verstanden wird. Moderation: Redaktion: Bernhard Kastner
Donnerstag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Medikamente KinderWohl dosiertes Risiko? (2/2) Medikamente für Kinder Von Stephanie Kowalewski (Wdh. v. 09.08.2018) Der Stoffwechsel von Neugeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen arbeitet unterschiedlich und anders als bei Erwachsenen. Je nach Alter wirken manche Wirkstoffe deutlich stärker oder auch schwächer. Doch die meisten Arzneien werden nur an und für Erwachsene getestet und zugelassen. Kindern werden sie dennoch verabreicht, weil es keine Alternativen gibt. Der Anteil des sogenannten Off-Label-Use - also der Verordnung ohne entsprechende Zulassung - liegt im Klinikalltag bei bis zu 90 Prozent! Ärzte gehen dabei ein großes Risiko ein, denn sie wissen nicht genau, wie viel Arznei dem Kind nutzt oder eben schadet. Dennoch sind Studien für Kindermedikamente nach wie vor die große Ausnahme. Sie sind sehr teuer und aufwendig. Auch deshalb gab es jahrzehntelang heimliche Medikamententests an Heimkindern. Inzwischen unterliegen Studien für Kindermedikamente strengen Regeln, doch das macht es nur bedingt einfacher. Ein Dilemma
Donnerstag 19:30 Uhr

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Radio Blau

Polnische Lyrik

Marek GalazkaPolnische Lyrik. Literaturfeature. Waldemar Michalski mit Texten über Israel, Palästina und Paris. Eine hübsche Einstimmung auf Weihnachten. Maultrommel Sprecher Dieter Kalka. Danach Songs des Rockpoeten aus den Masuren, Marek Galazka, eingeleitet von Jens-Paul Wollenberg und übersetzt von Dieter Kalka.
Donnerstag 21:00 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

busenReizvoll, symbolträchtig und gefährdet - Das Wunder Busen. Der weiblichste Körperteil aus verschiedenen Perspektiven (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Das ABC DER FINANZWELT. E wie Eigenkapital, F wie Finanzmarktaufsicht, G wie Great Depression, H wie Hypothek (4). Gestaltung: Marlene Nowotny und Juliane Nagiller Wiener Opernhäuser mit Tradition. Zur Geschichte der Staats- und Volksoper (4). Gestaltung: Alexandra Faber
Donnerstag 22:08 Uhr

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